Fassadendämmung leicht gemacht

Aller Anfang ist schwer…finden Sie ? Kommt ganz drauf an! Auf Ihre Einstellung! Fangen Sie an und Sie werden es sehen, denn Wärmedämmverbundsysteme sind mehr und mehr modular aufeinander aufgebaut und ihre Bestandteile und das Zubehör ist fast wie mit Lego spielen. Für Sie bedeutet das also: Lernen Sie erstmal den Aufbau und das Grundprinzip eines WDVS kennen und Sie werden sehen, dass die Theorie der Verarbeitung größenteils standartisiert ist. Es gibt lediglich einige Regeln, welche Sie beachten müssen. Für ein größeres Projekt empfehlen wir einen Fachplaner oder Fachbetrieb hinzuzuziehen, da eine Fassadendämmung keine Fehler verzeiht. Wir empfehlen Ihnen ebenfalls den Artikel „Die häufigsten Fehler bei WDVS Arbeiten“ zu lesen, damit Sie bereits im Vorfeld wissen, worauf Sie besonders achten sollten.

Wir wollen’s mineralisch

Da die meisten Heimwerker auf ein mineralisches System setzen, möchten wir dieses auch in diesem Artikel aufgreifen. Den Unterschied zwischen mineralischen und organischen Systemen finden Sie in unserem Artikel „Worin liegt der Unterschied zwischen organischem und mineralischem Aufbau bei WDVS?„.
Obwohl die Verarbeitung von organischen Wärmedämmverbundsystemen sehr viel einfacher und schneller vonstatten geht, setzen viele Eigenheimbesitzer auf ein mineralisches Dämmsystem. Das liegt wohl an dem leichten Preisunterschied. Wieviel sich wirklich mit so einem WDVS sparen lässt, erfahren Sie hier. Weiter geht’s…

Die richtige Umgebung schaffen

Eine gute Vorbereitung ist mit Abstand das wichtigste beim Arbeiten an einer Fassadendämmung. Oft erfordern Situationen nämlich, dass schnell eingegriffen werden mussen. Ihre größten Gegner sind zum einen die Feuchtigkeit und zum anderen hohe Temperaturschwankungen. Beide sind nämlich die Ursache für spätere Risserscheinungen unterhalb des Putzes. Wählen Sie den Zeitraum für eine Fassadensanierung also mit Bedacht. Handwerker sind mit Dämmarbeiten vom April bis September beschäftigt, da die Temperaturumgebung zwischen 5° – 30 ° Celsius betragen sollte.

Sorgen Sie also zunächst einmal dafür, dass die Bedingungen zur Verarbeitung von WDVS gegeben sind. Diese finden Sie Sie ausführlich in unserem Kompendium dargelegt. Hier finden Sie die Verarbeitungsbedingungen zur Verarbeitung mit WDVS.

Schritt 1: Untergrund prüfen und vorbereiten

Bevor wir anfangen die Dämmplatten zu kleben, müssen wir testen ob Ihre jetzige Fassade geeignet und bereit ist für eine Fassadendämmung. Stellen Sie sich einmal vor Sie stehen eines Morgens mit einem lauten Krach auf und öffnen die Fenster und sehen hinaus – und unten ? Nun da ist jetzt nur noch ein Haufen feuchter Dämmplatten und Mischabfall bestehend aus Mörtel, Kunststoff und Farbe. Oder möchten Sie eine Fassade mit Rissen und Sie uns später ein Foto zusenden und uns Ihre Fassade zeigen ? Na, da sehen wir’s. Also Vorbereitung heißt die Devise. Sorgen Sie für eine sauberen und möglichst ebenen Untergrund. Die richtigen Eigenschaften können Sie in unserem Kompendium nachlesen. Unter Umständen ist eine Grundierung notwendig.

Klicken Sie einfach hier und hier.

Schritt 2 – Dämmplatten kleben

Nach einer eingehenden Untergrundprüfung können die Dämmplatten mit dem Klebemörtel an die Wand geklebt werden. Sie müssen für einen planebenen Aufbau sorgen um später Risse und Wärmebrücken zu vermeiden.

httpv://www.youtube.com/watch?v=cKV97CLapS0

Weitere Informaionen hierzu finden Sie in unserem Kompendium.

Schritt 3 – Armieren

Sorgen Sie erstmal für eine planebene Dämmung. Kontrollieren Sie, ob die Dämmplatten eben verklebt sind und schleifen Sie an geeigneten Stellen soweit ab. Tragen Sie nun nass die Armierung auf. Betten Sie das Glasfasergewebe ein und tragen Sie die Armierungsmasse nocheinmal nass in nass auf. Wichtig! Achten Sie auf ebene und gleichmäßige Auftragung und achten Sie darauf, dass das Glasfasergewebe vollständig von der Armierungsschicht umgeben ist.

httpv://www.youtube.com/watch?v=jGhRPo0T_6M

Schritt 4 – Zwischenanstrich

Eine Grundierung ist nötig um Salzausblühungen zu vermeiden und ein Durchscheinen des Untergrundes zu verhinden. Tragen Sie daher einen geeigneten Zwischenanstrich auf.

 

Schritt 5 – Oberflächengestaltung

Seien Sie kreativ! Sie können nicht nur den Putz hier auftragen, sondern auch keramische Beläge oder sogar Holbekleidung einsetzen. Wichtig hierbei ist, dass die Verkleidung nicht zu schwer wird. Sonst ist zunächst eine Verdübelung notwendig!