Passivhaus und Niedrigenergiehaus

Niedrigenergiehaus

Energieeffizienz im Bau

Nachhaltig Energie sparen wird immer mehr ins Bewusstsein der Bürger geprägt. Längst ist das Energiesparen im Bestand sowie das Entwickeln von neuen Energiepartechniken nicht mehr nur Sache von Eigentümern, Politikern und Energieunternehmen. Energiesparen geht uns allen etwas an. In Schulen wird mittlerweile gelehrt, wie man Energie im Haushalt ganz leicht sparen kann und wie schädlich der CO2 Ausstoß fpr Mensch und Umwelt ist. In Gruppen arbeitet man dann Themen zu Projekttagen auf und zeigt so, wie wichtig das Energiesparen ist, und dass es eine Gesellschaftsaufgabe ist, die jeden von uns betrifft. In der Baubranche galt nachhaltiges und sogenanntes ‚grünes‘ Öko Bauen als ein überaus wichtiges Absatzinstrument. Zunehmend werden Bauunternehmen jedoch gezielt von Auftraggebern auf Energiespartechniken angesprochen, um vor allem in Zukunft einen wirtschaftlichen Vorteil durch Energiesparen zu erhalten. Auf der anderen Seite sorgt die Politik mit Vorschriften und Verordnungen für die Einhaltung von energieeffizienten Methoden im Bau. So betrifft die Energieeinsparverordnung nicht nur Heizungen und Anlagen, sondern auch Wärmedämmung von Fassade und Dach, sowie Kellerdeckendämmung.

Nachrüstung Solaranlagen

Was ist ein Niedrigenergiehaus (NEH)?

Betrachtet man die Energieeinparverordnung (kurz EnEV) als Maßstab, so stellt ein beheiztes Gebäude, dessen Wärmeschutz 30% besser gegenüber der EnEV ist, als ein Niedrigenergiehaus dar. In Abhängigkeit von Gebäudetyp und Gebäudegröße stellt der sogenannte U-Wert den Vergleichswert dar. Dabei sind einige weitere Anforderungen, welche in der EnEV genannt werden, zu berücksichtigen, wie z.B. eine hohe Luftdichtheit sowie effiziente Heiz- und Warmwasserbereitungsanlagen.In Bezug auf die Außenwände gilt ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,1 bis 0,2 [W/m²K], um als Niedrigenergiehaus zu gelten. Je nach Dämmstoff ergeben sich dann auch unterschiedliche Dämmstoffdicken.

Was ist ein Passivhaus ?

Niedrigenergiehaus Solarpanel

Ein Passivhaus erfüllt im Gegensatz zu einem Niedrigenergiehaus weitaus höhere Anforderungen an die Energieeffizienz. So gelten Gebäude, welche mit weniger als 15 kWh/m²a Heizwärmebedarf und einem Primärenergiebedarf von 120 kWh/m²a auskommen, um ein behagliches Wohnklima zu schaffen als ein Passivhaus. Diese hohen Anforderungen werden nur erreicht, wenn auch sämtliche Bauteile und Anlagen zur effizienten Energieeinsparung beitragen. Fenstergläser beispielweise dürfen nur U-Werte von unter 0,8 W/m²K haben. Die Ausführung aller Bauteile muss wärmebrückenfrei geschehen. U-Werte der Außenkomponenten bewegen sich bei 0,07-0,14 W/m²K. Die Gebäudehülle muss luftdicht sein. Diese hohen Anforderungen können nur eingehalten werden, wenn nicht nur die Komponenten energieffizient sind, sondern auch die komplette Bauweise.

Solaranlagen auf dem Dach
Einsatz erneuerbarer Energieträger gehört zu den Anforderungen eines Passivhauses

Zukunft der Gebäudeenergieeffizienz

In Anbetracht der immer weiter steigenden Energiepreise rücken Themen wie effizientes und nachhaltiges Energiesparen immer mehr ins Bewusstsein von Bürgern. Dass die steigenden Strompreise vor allem aber Mietern zu schaffen machen, drängt nun den Großteil einer Bevölkerung dazu energiesparende Wohnung zu beziehen. Dies wiederum veranlasst Eigentümer und Bauunternehmer immer mehr zur einer energieeffizienten Bauweise.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.