Mineralwolle und Dämmung

Mineralwolle Dämmung

Mineralwolle als Dämmstoff

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden einen funktionierenden Wärmeschutz zu erzeugen. Neben Wärmedämmverbundsystemen sind noch vor allem die hinterlüftete Fassade und die Kerndämmung als zwei weitere in der Praxis bewährte Dämmtechniken zu nennen. Eine erste Übersicht der Dämmtechniken sowie ihre Vor- und Nachteile erhalten Sie hier. Doch nicht nur die Methode zur Dämmung, auch die Dämmstoffe sind von entscheidender Bedeutung für einen wirkungsvollen Wärme- und Kälteschutz. Dabei hat sich vor allem die Mineralwolle (hier die Steinwolle) als eine der effizientesten und nachhaltigsten Dämmstoffe herausgestellt. Die Eigenschaften von Mineralwolle machen sie geradezu prädestiniert für eine hochfunktionale und langlebige Wärmedämmung. Wieso Mineralwolle so gut dämmt und welche weiteren Vorteile Sie bei einer Dämmung mit Mineralwolle haben, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mineralwolle kurz erklärt

Mineralwolle ist ein aus künstlichen Fasern hergestellter Dämmstoff. Man unterscheidet vor allem zwischen der Glaswolle und der Steinwolle, wobei vor allem die Steinwolle für eine Wärmedämmung von großer Bedeutung ist.

Die Glaswolle spielt eine eher untergeordnete Rolle. Erfunden wurde sie vom sogenannten ‚Glaswolle-Pionier‘ Friedrich Rosengarth. Die Idee kam ihm auf einer Kirmes, wo ihn der Anblick von der Herstellung von Zuckerwatte dazu brachte, Glasschmelze über eine dünne rotierende Scheibe zu dünnen Fäden zu spinnen. Das Ergebnis war Glaswolle, auch bekannt als Glaswatte. Das gleiche Verfahren für Gestein führt zur Steinwolle und damit zu einer neuen Ära in der Dämmstoffindustrie: Das Gestein wird auf 1500° C erhitzt und zu Fasern durch ein Sieb gezogen. Es besteht zu 96% aus Gestein. Zusatzstoffe sind Bindemittel und Imprägniermittel, welche aus Mineralöl hergestellt werden.

Heute wird Steinwolle aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften vorrangig in der Dämmung und der Isolierung verwendet.

Die (Dämm-) Eigenschaften der Mineralwolle

Dämmt hervorragend

Dämmplatten aus Mineralwolle haben sehr gute Dämmeigenschaften.

Diffusionsoffen

Mineralwolle hat die hervorragende Eigenschaft Wasserdampf durchzulassen. Auf diese Weise kann Feuchtigkeit nach außen abgegeben werden und das Wärmedämmverbundsystem bleibt länger haltbar.

Mineralwolle brennt nicht

Mineralwolle wird dazu verwendet sogenannte Brandriegel zu installieren. Diese verringern das Risiko beim Brand von Styropors an der Fassade. Selbst ist Mineralwolle hitzebeständig und brennt nicht sofort.

Kein Schimmel, alterungs- und witterungsbeständig

Mineralwolle schimmelt nicht und ist durch seine Beständigkeit ein nachhaltiger Baustoff und Dämmstoff.

Gesundheit

Bei unsachgemäßer Handhabung kann Mineralwolle zu Reizungen in der Lunge und an Haut führen.

Mineralwolle zur Dämmung benutzen

Mineralwolle wohnen hervorragende Dämmeigenschaften inne. Je nach Faserrichtung unterscheidet man die Dämmplatten in MW-Dämmplatten mit einer größenteils parallel zur Oberfläche und MW-Lamellendämmplatten mit einer größenteils senkrechten Ausrichtung zur Oberfläche ausgerichteten Fasern. Obwohl Mineralwolle ein sehr geeigneter Dämmstoff ist, wird er im Gegensatz zu EPS (Styropor) viel seltener eingesetzt. Man schätzt, dass lediglich knapp 10% der in Deutschland verarbeiteten Wärmedämmungen aus Mineralwolle bestehen. Doch auch bei Dämmungen mit EPS kommen MW-Dämmplatten oft zum Einsatz in Form von Brandriegeln. Nicht geeignet sind Mineralwolldämmplatten jedoch im Perimeterbereich, wo es Schlagregen und Grundwasser dauerhaft ausgesetzt ist.

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