Richtig lüften – so geht’s

Ratgeber Lüften

Richtig lüften ist wichtig. In Innenräumen erhalten Sie durch einen regelmäßigen Luftwechsel ein angenehmes Raumklima mit ausreichend, aber nicht zu viel Feuchtigkeit. Eine gewisse Luftfeuchtigkeit von rund 45 Prozent benötigen Sie, damit Ihre Schleimhäute beim Atmen nicht austrocknen, zu viel davon bedeutet jedoch Schimmelgefahr. Um ideale Voraussetzungen für das Wohnen zu schaffen, ist es nötig, richtig zu lüften.

Lüftungsarten im Überblick

Durch konsequentes Lüften ist eine gesunde Raumluft gewährleistet. Wie der frische Wind in Ihre Zimmer gelangt, ist dabei nicht egal. Denn falsche Techniken verbrauchen unnötig Heizenergie, bringen aber kaum den gewünschten Luftaustausch.

Stoßlüften

Diese Methode zeichnet sich durch große Effizienz aus und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Machen Sie alle Fenster eines Raumes gleichzeitig auf und lassen Sie sie je nach Außentemperatur fünf bis zehn Minuten geöffnet. Drehen Sie während des Lüftens die Thermostaten Ihrer Heizkörper zurück. Es erfolgt ein umfassender Luftaustausch im Raum.
Sie werden bemerken, dass sich die Luft im Zimmer deutlich abkühlt, nach dem Schließen der Fenster kehrt jedoch sehr rasch das Gefühl der Wärme zurück. Der Grund dafür ist, dass Möbel, Wände, die Decke und der Fußboden in dieser kurzen Zeit nicht auskühlen und nach dem Lüften sofort wieder Wärme spenden.

Kompletter Luftwechsel

Öffnen Sie morgens alle Fenster Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses und drehen Sie Ihre Heizkörper zurück. Ideal ist es, wenn sich einige Minuten lang ein Durchzug ergibt. Ist die Außentemperatur sehr gering und weht Wind, so genügt es, eine Minute lang zu lüften. In den Übergangszeiten bei Windstille sind bis zu 15 Minuten sinnvoll. Bei dieser Lüftungsart bleibt ebenfalls der Großteil der Wärme in den Wohnräumen erhalten. Abgestandene Luft und zu viel Feuchtigkeit ziehen rasch ab und lassen eine frische Atmosphäre zurück.

Regelmäßig lüften

Nur einmal täglich lüften ist nicht genug für ein gesundes Raumklima. Öffen Sie mindestens morgens und abends Ihre Fenster, um einen kompletten Luftaustausch zu ermöglichen. Sollte es in Ihren Räumen regelmäßig zu hoher Luftfeuchtigkeit kommen – das kann etwa in stark gedämmten Häusern der Fall sein oder in Nassräumen, beim Kochen, Bügeln oder Wäschetrocknen -, so lüften Sie häufiger und anlassbezogen. In Räumen, in denen sich Menschen lange aufhalten, sollten Sie zusätzlich am Vormittag und Nachmittag die Fenster wenige Minuten öffnen.

Spezialfall Badezimmer

Nach dem Duschen sammelt sich eine Menge Feuchtigkeit im Badezimmer an. Lüften Sie sofort nach dem Bad, um diese nach draußen zu lassen. Sollte Ihr Nassraum kein eigenes Fenster besitzen, so lüften Sie über das Nebenzimmer. Öffnen Sie die Badezimmertür und alle Fenster des Nebenraumes. Halten Sie Verbindungstüren zu anderen Zimmern geschlossen, damit sich die feuchte Luft nicht verteilen kann.

Lüften in unterschiedlichen Jahreszeiten

Wenden Sie in der kühlen Jahreszeit das Stoßlüften konsequent an. Im Sommer ist es sinnvoll, dann zu lüften, wenn es draußen kühl ist. Auf diese Weise erhalten Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ein angenehmes Raumklima, die Sommerhitze kann nicht direkt in die Innenräume gelangen.

 

Falsches Lüften vermeiden

Durch falsche Strategien kommt nur wenig Frischluft in die Räume, wertvolle Heizenergie geht jedoch verloren. Im Extremfall kann durch unausgewogene Raumtemperaturen sogar Schimmel entstehen.

Kippstellung der Fenster

Halten Sie Ihre Fenster lange gekippt, kann kaum neue Luft in die Innenräume gelangen. Durch den Spalt entweicht jedoch permanent Heizenergie, Ihre Heizkörper müssen mehr Wärme erzeugen. Das frisst Brennstoffe und belastet Ihr Budget.

Lüften von Raum zu Raum

Öffnen Sie für einen Luftwechsel nur die Tür zum nächsten Zimmer, so verteilen Sie die verbrauchte, eventuell zu feuchte Luft nur in der Wohnung oder im Haus. Frische Luft kann nicht hereinkommen, das Raumklima wird rasch unangenehm, Schimmel kann sich bilden.

Richtig lüften hilft also beim Energiesparen im Haushalt. Es senkt die Heizkosten und trägt somit dazu bei, dass nicht nur Energie gesenkt wird und Sie damit Kosten sparen, sondern auch zu einem behaglichen und gesunden Wohnklima bei.

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